FDP-Kreisverband Landshut-Land - FDP fordert neues Gymnasium

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    (12.05.2010) ESSENBACH - Niederbayerns FDP-Spitze fordert den Bau eines weiteren Gymnasiums im Landkreis Landshut. "Steigende Übertrittsquoten von der Grundschule erhöhen den Bedarf, der gedeckt werden muss", sagte der FDP-Bezirksvorsitzende Dr. Andreas Fischer MdL am Freitag bei einer Standortbesichtigung in Essenbach (Lkr. Landshut).
Nach der Ortsbesichtigung hält das Präsidium der FDP Niederbayern beide Standorte -Ergolding und Essenbach- für geeignet. Der Bau eines weiteren Gymnasiums im Landkreis Landshut steht Fischer zufolge außer Frage. Der Bedarf werde steigen. Niederbayern habe bei der Übertrittsquote einen gewissen Nachholbedarf. Im Schuljahr 2009/2010 seien niederbayernweit 33,8 Prozent der Schüler von der Grundschule auf das Gymnasium übergetreten. Noch vor zehn Jahren, zum Schuljahr 1999/2000, lag diese Quote bei 27,3 Prozent. Bayernweit hat sich die Übertrittsquote von 31,8 auf 40,0 Prozent entwickelt. "Niederbayerische Kinder sind nicht dümmer als die Kinder im Rest Bayerns", so Fischer. Deshalb dürfe man auch dem niederbayerischen Nachwuchs die gymnasiale Bildung nicht versagen.

Der stellvertretende FDP-Landesvorsitzende Dr. Andreas Fischer erinnerte an die alte Forderung der Liberalen, nach der "keine Klasse über 25 Schüler" haben solle. Seiner Ansicht nach wird es höchste Zeit, dass der Bildungsstandort Landshut durch ein neues Landkreisgymnasium gestärkt wird.
 
Die beiden Landshuter Kreisräte Toni Deller und Dietrich von Gumppenberg sprachen sich ebenfalls für ein neues Gymnasium aus. Ihrer Ansicht nach sollte es vierzügig sein und neben dem naturwissenschaftlichen Zweig auch die besonderen Fachrichtungen Sport und Wirtschaft mit anbieten. Das Bezirkspräsidium der FDP war sich einig, dass das neue Gymnasium mit den von Toni Deller vorgeschlagenen Fachrichtungen eine ideale Ergänzung der Gymnasien in der Region Landshut wäre.

"Wenn das bayerische Kultusministerium den beschlossenen Standort Essenbach ablehnt, sollte der Kreistag Landshut erneut über einen Standort abstimmen", meinte Dietrich von Gumppenberg. Dabei sollte man sich dann an dem selbst erarbeiteten Kriterienkatalog orientieren.

Landshuts FDP-Kreisvorsitzender und OB-Kandidat Prof. Dr. Christoph Zeitler sprach sich dafür aus, das Hans-Leinberger-Gymnasium in der Bezirkshauptstadt zu entlasten. Durch das neue Landkreisgymnasium dürfe aber das Hans-Carossa-Gymnasium (HCG) nicht im Bestand gefährdet sein, betonte er. Gleichzeitig monierte Zeitler, dass schnellstmöglich generalsaniert werden sollte.
Als weitere Standorte für neue Gymnasien kommen nach Ansicht des FDP-Präsidiums Neustadt an der Donau (Lkr. Kelheim) und Plattling (Lkr. Deggendorf) in Frage. Einigkeit herrschte, dass diese Standorte vom Kultusministerium wohlwollend geprüft werden sollten. "Nur durch den Bau von weiteren Gymnasien kann Niederbayern den Rückstand der Übertrittsquoten aufholen", so Dr. Andreas Fischer.

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